Einsatztagebuch

am 29.07.2026 um 16:50 Uhr
eingetroffen um 16:50 Uhr
Rettung der Personengruppe aus der Gefahrensituation.
Überwachung und Ersteinschätzung der Patienten.
Übergabe an den Rettungsdienst.
Gewährleistung der Aufsicht des Badebereiches.
Eine Person drohte an der Abbruchkante zu ertrinken, drei weitere Personen versuchten zu helfen und gerieten dabei selbst an der Abbruchkante in Gefahr.
Alle vier Personen waren Nichtschwimmer und gerieten zeitweise unter Wasser.
- Ortsgruppe Rastede e.V.
- Malteser in Oldenburg
- Rettungsdienst Ammerland GmbH
- 1 Wachführer
- 3 Wasserretter
- 2 Rettungsschwimmer
Kurzbericht:
Am heutigen Einsatztag kam es in der Badezone des Beachclub Nethen zu einer lebensbedrohlichen Notfallsituation, bei der vier Personen vor dem Ertrinken gerettet werden mussten.
Eine Gruppe von rund zehn Personen hielt sich im Bereich der Uferkante der Badezone auf. Nach bisherigen Erkenntnissen handelte es sich dabei überwiegend um Nichtschwimmer. In diesem Bereich des Baggersees verläuft unmittelbar hinter dem flachen Ufer eine steil abfallende Abbruchkante, an der die Wassertiefe innerhalb weniger Schritte stark zunimmt. Eine Person geriet dort plötzlich in den tiefen Bereich des Gewässers und drohte unterzugehen. Drei weitere Personen in unmittelbarer Nähe versuchten, der Person zu helfen. Dabei gerieten jedoch auch sie selbst in tiefes Wasser und befanden sich kurze Zeit später ebenfalls in einer akuten Notlage.
Ein eingesetzter Rettungsschwimmer erkannte die Situation sofort, alarmierte die weiteren Einsatzkräfte und begab sich unverzüglich zur Rettung ins Wasser. Zunächst gelang es ihm, eine Person zu sichern und in den flacheren Bereich zu bringen. Die drei übrigen Personen befanden sich weiterhin in Lebensgefahr.
Bei dem Versuch, die verbliebenen Personen zu erreichen, geriet der erste Rettungsschwimmer aufgrund der Panikreaktionen der Verunfallten selbst zeitweise unter Wasser. Ein zweiter Rettungsschwimmer unterstützte die Rettung und wurde ebenfalls kurzzeitig unter Wasser gedrückt. Erst durch das schnelle Eingreifen von zwei weiteren Rettungsschwimmern konnten alle Einsatzkräfte gemeinsam die drei Personen sichern und an Land bringen.
Da alle geretteten Personen zeitweise unter Wasser gewesen waren und mindestens eine Person angab, Wasser eingeatmet beziehungsweise geschluckt zu haben, wurde vorsorglich der Rettungsdienst zur medizinischen Abklärung nachalarmiert. Hierzu rückten ein Notfallkrankenwagen des Rettungsdienstes Ammerland aus Rastede sowie ein Rettungswagen der Malteser aus Oldenburg an.
Nach einer eingehenden Untersuchung durch den Rettungsdienst konnten alle vier geretteten Personen vor Ort wieder entlassen werden. Eine weiterführende medizinische Behandlung oder ein Transport in ein Krankenhaus waren nicht erforderlich.
Der Einsatz zeigt eindrucksvoll, welche Gefahren insbesondere von Abbruchkanten in Baggerseen ausgehen. Während das Wasser am Ufer häufig nur knietief erscheint, fällt der Gewässergrund an vielen Stellen abrupt auf mehrere Meter Tiefe ab. Vor allem Nichtschwimmer und ungeübte Schwimmer können dadurch unerwartet den Halt verlieren und in eine lebensbedrohliche Situation geraten. Besonders gefährlich wird es, wenn Begleitpersonen ohne geeignete Rettungsmittel versuchen zu helfen. Aus Angst klammern sich Ertrinkende häufig an ihre Helfer, wodurch diese ebenfalls unter Wasser gedrückt werden und selbst in Lebensgefahr geraten können.
21 °C
Sonniger Sommertag.
Perfektes Badewetter.



